Tonbandstimmenforschung in geschützten Räumen
Im Jahr 1959 hörte Friedrich Jürgenson (schwedischer Kunstmaler und Opernsänger) erstmals seltsame Stimmen auf Tonbandaufnahmen, weshalb er das Phänomen erforschte und ein Buch mit dem Titel „Sprechfunk mit Verstorbenen“ herausbrachte. Auch heute fasziniert die Tonbandstimmenforschung zahlreiche Menschen auf der ganzen Welt, die an ein Leben nach dem Tod und das Übernatürliche glauben, und auf diese Weise Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen möchten. Hat man keine alten Tonbandaufnahmen, die man erforschen kann, muss man diese selbst erstellen. Dazu schließt man ein Mikrofon an einen Kassettenrekorder an und nimmt eine Unterhaltung auf. Umweltgeräusche sollten als natürliche Geräuschkulisse nicht abgeschottet werden. Man kann am Anfang des Bandes auch seinen Namen, den Ort, an dem man sich gerade aufhält und die aktuelle Zeit nennen, man kann dem Jenseits konkrete Fragen stellen und das Band anschließend laufen lassen, um Reaktionen abzuwarten.
Beim Abhören der Tonbandaufnahmen braucht man viel Ruhe und Aufmerksamkeit, da Wortfetzen nur dezent zum Vorschein kommen. Ob es sich dabei um Stimmen aus dem Jenseits oder Einbildungen handelt, bleibt der Überzeugung und der Fantasie jedes Einzelnen überlassen. Ratsam ist es, die Lamellenvorhänge am Fenster zuzuziehen, um die Tonbandstimmenforschung ungestört von äußeren Einflüssen vorzunehmen, da diese hier – anders als beim Aufnehmen der Tonbänder – stören würden. Alternativ kann man natürlich auch ein Rollo nach Maß anbringen. Als erstes lässt man das Band in normaler Geschwindigkeit laufen, um es anschließend langsamer oder schneller laufen zu lassen. Wer es noch genauer möchte, hört sich das Band am besten mit Kopfhörern oder Lautsprechern an. Hat man etwas gehört, stoppt man das Band, spult es leicht zurück und hört es sich immer wieder an, bis man sich sicher ist, dass es sich um ein Signal aus dem Jenseits handelt. Es ist darauf zu achten, sich keinem Wunschdenken hinzugeben, sondern ganz realistisch auf Stimmen zu hören.