Der Boom des Hörspiels entwickelte sich von 1945 bis 1960 in Westdeutschland, wodurch Deutschland auch heute noch zu den Ländern gehört, in denen die meisten Hörspiele produziert und gehört werden. Die Hörspielsserie „Die drei Fragezeichen“, von der rund 40 Millionen Tonträger verkauft wurden, was ca. 40 Prozent des kommerziellen Hörspielmarkts ausmachet, ist zum Beispiel bereits seit Jahren bei Kindern und ihren Eltern bekannt und beliebt. Weitere Klassiker sind unter anderem „TKKG“ oder „Benjamin Blümchen“. Das Hören von Geschichten erzeugt ganz andere Gefühle, als das Lesen eines Buches oder das Filmeschauen und stellt somit eine gute Alternative zu beidem dar. Wenn Sie sich dazu nicht nur zu Hause auf Metallbetten legen, sondern den auditiven Storys zusammen mit anderen Hörspielfans lauschen möchten, können Sie im Juli 2011 am 9. Internationalen Hörspielwettbewerb in Leipzig teilnehmen oder einfach nur lauschen.

Ausgeschrieben wird der Wettbewerb für junge Hörspielproduzierende vom Hörspielsommer e.V. Ziel ist es, die Hörspiellandschaft zu fördern und  Hörspielautoren, die noch unbekannt und teils unprofessionell tätig sind, eine Plattform zur Präsentation ihrer Arbeit zu geben. Die Künstler haben die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten, neue Anregungen zu sammeln, sich auszutauschen, Kritik mitzuteilen und Tipps zu geben und zu erhalten, was den Wettbewerb zu einer aufregenden Veranstaltung macht. Beteiligen können sich alle, die bisher noch keine oder nur wenige Hörspiele veröffentlicht und noch nicht mit öffentlich-rechtlichen Sendern zusammengearbeitet haben. Eine Auswahlkommission entscheidet sich für die besten Einsendungen, die dann während des Festivals vorgestellt werden. Da dieses 10 Tage andauert, übernachtet man während der Zeit am besten in einem Apartment in Leipzig. Eine Jury legt am Ende drei Gewinnerstücke fest, die dann vom Kulturpartner MDR Figaro präsentiert und mit einer Vorführlizenz in Höhe von 600 Euro honoriert werden.